Internationale Tag der Erde
22. April
Heute am 22. April wird seit 1990 der internationale Tag der Erde gefeiert. Mehr als notwendig und doch reicht es längst nicht mehr aus nur an einem Tag der Erde zu gedenken.
Der Ursprung liegt weit zurück: Im Jahre 1969 schlug John McConnell bei einer UNESCO-Konferenz in San Franscisco diesen Tag vor. Mit der Thematik der Umweltverschmutzung wurde fast zeitgleich, nämlich am 22. April 1970, der erste Earth Day in den USA gefeiert – immerhin mit einer Beteiligung von über 20 Millionen Menschen an verschiedenen Aktionen. Umweltschutz ist also nicht neu. Der Versuch auf die Umstände unserer Erde und unserem Handeln aufmerksam zu machen ebenfalls nicht. Bereits Alexander von Humboldt (1769-1859) wies darauf hin, dass unser Eingreifen in die Natur weitreichende und negative Folgen haben wird. Oder auch alte Kulturen wissen um die Notwendigkeit, die Erde zu schützen und zu achten – und leben danach.
Geblieben ist der 22. April für den internationalen Earth Day. Wobei die Earth Society Foundation, gegründet von John McConnell und Margaret Mead, weiterhin an der März-Tagundnachtgleiche (20./21. März) festhält und zu Aktionen und zur Beteiligung aufruft, die friedliche Pflege der Erde zu fördern.
In über 175 Ländern findet der Tag der Erde statt. An diesem Tag soll für einen ökologischen und umweltbewussten Lebensstil geworben werden. Es geht um ein Umdenken hinsichtlich der Nutzung der Erdoberfläche. Mit verschiedenen Aktionen wollen Deutsche Schulen, Universitäten, Betriebe und Verbände die Menschen zum Umdenken der Konsumgewohnheiten bewegen.
International Earth Day
Der International Earth Day am 22. April diente anfänglich als Vorbereitung für die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung. Verschiedene wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft förderten den Tag, darunter der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore oder der Schauspieler Leonardo DiCaprio. Die bolivianische Regierung veränderte 2009 den Namen in den Internationalen Tag der Mutter Erde und als Tag der Schöpfung ist es für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika ein kirchlicher Gedenktag.
Wohne lieber grüner, Leben im Einklang mit der Natur
In 2026 wird das Motto von 2025 fortgesetzt: „Our Power, Our Planet“ (auf Deutsch: „Unsere Kraft, unser Planet“).
Werde Teil der Bewegung
Was kann jeder beitragen? Es sind die bekannten „R´s“:
Rethink: das gilt für das eigene Denken, ebenso wie beim Einkaufen, regional, saisonal und am liebsten mit Bio-Siegel. Setze auf fair gehandelte Waren.
Refuse: Gebrauchtes statt immer neu.
Reduce: Weniger Verbrauch von Energie, Wasser oder anderen Verbrauchsmaterialien.
Release: öfters mal die eigenen Füsse bewegen, das Fahrrad oder die Öffis. Das Auto kann stehen bleiben.
Reuse: hauch Dingen ein zweites Leben sein, kurz: cycle up.
Repair: Reparieren statt wegwerfen – mit Repair-Cafés, Schneidereien oder Schuster, manches hält auch repariert noch lange.
Remove: Vermeidung von Plastik, unnötige Verpackungen und Datenmüll.
Recycle: Spende dein altes Handy oder gebe es in einer Sammelstation ab. Technik enthält viele wertvolle Materialien.
Für eine wirklich nachhaltige Veränderung, das rethink, sollte das Buch formatio naturalis gelesen werden und entsprechend trainiert werden. Denn wir alle müssen dringend umdenken, neu denken und uns nicht von oberflächlichen Texten einspinnen lassen. Die Zukunft beginnt Jetzt!
