Welttag der Bekämpfung der Wüsten und Dürre 2023

Wüstenbildung und Dürre

Wüstenbildung, auch Verödung genannt, scheint nur Afrika, Usbekistan oder Asien zu treffen, doch dem ist nicht so. Denn auch in Deutschland gibt es Gebiete, in denen es zu einer Verschlechterung der Bodenqualität und einer Zunahme der Erosion kam und kommt. Mittlerweile ist mehr als ein Drittel der Landmasse von Wüste bedeckt oder von Wüstenbildung bedroht. Die Ursachen sind meist auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen.

Holz weg, Wüste da!

Die Abholzung und die Veränderung der Landnutzung sind auch Übeltäter bei der Wüstenbildung. Wenn wir Wälder abholzen, verlieren wir nicht nur ihre Schutzfunktion gegen Bodenerosion, sondern auch den coolen Lebensraum für viele Tiere. Also lasst uns die Bäume behalten und nachhaltige Landnutzung betreiben. Gemeinsam können wir das schaffen!

Kühling ist nicht cool!

Wir fördern die Wüstenbildung, wenn wir zu viel Wasser aus Flüssen und Grundwasserreserven ziehen oder den Boden schlecht bearbeiten. Dann wird der Boden unglücklich und die Wüste und Verödung breitet sich aus. Respektvoller Umgang mit unseren Ressourcen wäre sinnvoll als auch nachhaltige Bewässerungspraktiken anzuwenden.

Beispiel Landwirtschaft

Anders geht die Wüstenbildung durch intensive, konventionelle Landwirtschaft voran. Die hohe Menge von chemischen Düngemitteln (hoher Anteil an Stickstoff und Phosphor) fördert zwar kurzfristig die Erträge, destabilisiert langfristig jedoch die Böden und verschmutzt jedoch das Grundwasser. Im schlimmsten Fall wird der Boden unfruchtbar – er verödet, also wird zur Wüste.

Heiß, heiß, heiß!

Der Klimawandel spielt eine große Rolle bei der Entstehung von Wüsten. Die Potenzierung durch Abholzung, weniger Wasser, verändert der daraus resultierende Klimawandel die Niederschlagsmuster, und das bedeutet längere Trockenzeiten. Wenn das Wasser nicht ausreichend fällt, haben die Pflanzen Schwierigkeiten zu wachsen, und der Boden wird anfällig für Erosion.

Beispiel: Der Schwarzwald

Eine wunderschöne und einzigartige Region in Deutschland ist für ihre dichten Wälder und ihre ökologische Vielfalt bekannt: der Schwarzwald. Doch in der Vergangenheit wurde ein beträchtlicher Teil abgeholzt, um Platz für landwirtschaftliche Flächen und Siedlungen zu schaffen mit negativen Auswirkungen auf den Boden und die Umwelt. Die Bäume, die normalerweise den Boden festhalten und vor Wasserabfluss schützen, wurden entfernt. Dadurch ist der Boden anfällig für Erosion geworden, insbesondere bei Starkregenereignissen. Die abgetragene Erde wird dann in Flüsse und Bäche gespült, was zu Veränderungen im Gewässerhaushalt führt und das ökologische Gleichgewicht beeinträchtigt – nicht ohne direkte Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt. Viele Arten, die an den Wald gebunden sind, haben ihren Lebensraum verloren oder sind stark dezimiert worden. Die Biodiversität im Schwarzwald hat dadurch abgenommen, und einige Arten sind sogar vom Aussterben bedroht.

Glücklicherweise wurden Aufforstungsprogramme gestartet, um den Wald zu regenerieren. Schutzgebiete wurden eingerichtet, um gefährdete Arten zu erhalten und die natürlichen Lebensräume wiederherzustellen.

Was tun?

Die drei Gründe hängen natürlich zusammen und viele weitere könnten noch genannt werden. Der sinkende Grundwasserspiegel führt zu dem, was wir gerade schon im Juni erleben: den Pflanzen ist es zu trocken und Schädlinge breiten sich aus. Aber natürlich können wir unsere Böden und Wälder schützen: Aufforstung statt Abholzung, neue tiny forest in Städten anlegen und bitte kein Waldverkauf gen China! Das Ziel ist eine grünere, fruchtbarere Welt zu schaffen.

Wie? Das Wichtigste ist ein Bewusstsein zu schaffen um die Ursachen und ihre Wirkungen verstehen zu lernen und um in der Lage zu sein, gemeinsame Lösungen finden. Direkte Maßnahmen wären nachhaltiger Konsum, sparsam mit Wasser umzugehen und Aufforstungen voranzutreiben.

Wer tiefer in die Liebe zur Natur einsteigen will, und was wir für uns von ihr lernen können, dem empfehlen wir das Buch von Sybs Bauer formatio naturalis. Ganz sicher werden Sie danach anders über sich und über unsere wunderbare Welt denken!

 

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